Ruheherzfrequenz

In Ruhe gemessene Herzfrequenz

Die Ruheherzfrequenz liegt bei untrainierte Erwachsenen im Mittel bei 60 bis 80 Schlägen pro Minute (Brauer/Gottschalk,1992)und ist individuell verschieden. Generiert werden die Impulse von dem sog. Sinusknoten, der sich im rechten Vorhof des Herzens befindet. Dieser steht unter dem Einfluss des autonomen Nervensystems.

Die Messung der Ruheherzfrequenz wird morgens vor dem Aufstehen durchgeführt. Um nicht aufstehen zu müssen, um die Pulsuhr anzulegen ist die palpatorische (durch Tasten des Pulses am Handgelenk über 15sec. x4, siehe Abb.) Messung besser geeignet.

Bedeutung Je höher die Ausdauerleistungsfähigkeit ist, desto größer ist der Einfluß des Parasympathikus (hemmender Anteil des autonomen Nervensystems) auf den Sinusknoten. Hinzu kommt bei Ausdauertrainierten das vergrößerte Herzvolumen, wodurch deutlich mehr Blut pro Herzschlag transportiert wird. Damit kann das Herz des Ausdauersportlers trotz langsamer HF die Organe ausreichend mit Blut versorgen. Bei Spitzensportlern wurden Werte von unter 35 Schläge/min gemessen.




Es wird deutlich, dass die Ruheherzfrquenz zur Einschätzung des Leistungsgrades herangezogen werden kann. Ein Abfallen der durchschnittlichen Ruheherzfrequenz ist ein Zeichen verbesserter Ausdauer.



Bemerken Sie bei der regelmäßigen Kontrolle Ihrer Ruheherzfrequenz einen Anstieg, ist dies ein Zeichen dafür, dass sich der Körper noch nicht ganz vom letzten Training erholt hat. Auch kann die erhöhte Ruheherzfrequenz Anzeichen einer Infektion oder eines Übertrainings sein.