Theorie

Herz-Kreislauf unter Belastung

Reaktionen des Körpers auf Muskelarbeit

Mit Aufnahme des Trainings, wird das Kreislaufzentrum über Nervenbahnen, die von den beanspruchten Muskeln ausgehen, aktiviert. Zusätzliche Impulse erhält das Kreislaufzentrum vom Gehirn.

Es folgt eine Reaktion über den Sympathikus (aktivierender Teil des autonomen Nervensystems) und damit zu einer Erhöhung der HF bei gleichzeitiger Umverteilung des Blutes hin zur Muskulatur. Diese wird verursacht durch eine Engstellung der Gefäße in Organen, die für die Ausführung der Bewegung keine Rolle spielen (wie zum Beispiel der Haut und dem Magendarmtrakt) und einer Weitstellung der Gefäße in der Muskulatur.

Durch die gleichzeitige Verengung der Venen und vermehrte Aktivierung der Muskelpumpen kommt es zu einem verbesserten Blutangebot am Herzen.

Zwar läßt der Gefäßwiderstand der Arterien nach, jedoch führt der überproportionale Anstieg des Herzzeitvolumens (von 5l/min auf 15l/min beim untrainierten bzw. auf 25l/min beim Ausdauersportler) zu einem Anstieg des RR (Blutdrucks).

In der Grafik (modifiziert nach (Golenhofen, 2000)) kann man erkennen, dass die Durchblutung von Gehirn und Niere unter Belastung fast konstant gehalten wird, die Durchblutung von Magendarmtrakt und Haut abnimmt und die von Herz und Muskulatur zunimmt.

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