Theorie

Minimaltrainingsprogramm

Minimalanforderungen an Umfang und Intensität eines Trainings zur Verbesserung der allgemeinen aeroben Ausdauer



Unumstritten ist, dass eine vorbeugende und nachhaltig positive Wirkung auf die Gesundheit nur dann ausgeübt werden kann, wenn eine sportliche Betätigung mit einem gesundheitsrelevanten Energieverbrauch regelmäßig und langfristig ausgeübt wird (Sygusch et al., 2005). Die Frage ist jedoch welchen Umfang und Intensität ein solches Training haben sollte, um einen positiven Effekt auszuüben. Besonders unter Berücksichtigung der Motivationslage ist diese untere Trainingsreizschwelle von Interesse, da die Dropout-Quote innerhalb der ersten Monate bis zu 60 % beträgt (Pahmeier, 1998).



Die folgenden Mindestandforderungen sollte ein solches Training erfüllen (ACSM, 1990):

  • Es muss sich um eine dynamische Beanspruchung großer Muskelgruppen handeln (z. B. Walking, Jogging, Radfahren)
  • Es sollte drei mal pro Woche über 30-60min mit einer HF von 130-150 trainiert werden (bei Personen jenseits des 50. Lebensjahres gilt als grobe Faustregel: 180- LA = Trainingsherzfrequenz).


  • Bei diesem Training handelt es sich vorrangig um eine Belastung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Trainingsstruktur zur Erreichung des Leistungssportniveaus ist nicht gegeben.

    Anders sieht es bei Personen mit Risikofaktoren und besonders niedrigem Eingangsniveau aus. Hier sind Belastungen von einer Trainingseinheit mit einem Kalorienverbrauch von 1000kcal pro Woche ausreichend um bereits positve Effekte für das kardiovaskuläre System hervorzurufen (Sygusch et al., 2005)

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