Theorie

Herzfrequenzvariabilität

physiologische Variation des Abstandes von einem Herzschlag zum nächsten

Die R-R Intervalle (Abstand zwischen zwei Herzschlägen) unterliegen bei jedem Menschen einer physiologischen Variation. Haupteinflußfaktor ist das vegetative Nervensystem. Bei starkem Einfluß durch den sympathischen (erregenden) Anteil, kommt es zu einer geringeren Variationsbreite, wohingegen ein Überwiegen des paraysmpathischen (hemmenden) Anteils zu einer erhöhten HF-Variabilität führt.



Je höher die Ausdauerleistungsfähigkeit liegt, desto stärker ist der Einfluß des Parasympathikus in Ruhe auf die HF. Jedoch gibt es in der Literatur keine allgemeingültigen Grenzwerte zur Bewertung des Leistungsgrades anhand der Variabilität. Auch wenn ein Bereich zwischen 20-100ms als normal beschrieben wird, ist es sinnvoller durch regelmäßige Kontrolle ein Gefühl für seine persönliche HF-Variabilität zu entwickeln um damit Veränderungen interpretieren zu können.

Messung: Es gibt heutzutage Pulsuhren, die in der Lage sind die HF-Variabilität zu messen und sogar graphisch darzustellen. Eine andere Möglichkeit ist natürlich die Auswertung eines Ruhe-EKGs. Misst man dort die Abstände der QRS-Komplexe, unter Beachtung der Papiervorschubgeschwindigkeit, erhält man ebenfalls die HF Variabilität.

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