Cellulite und Sport
Was ist Cellulite (Orangenhaut) und welche Therapie hilft wirklich?

Der Grund dafür, dass Cellulite fast nie bei Männern auftritt liegt an den verschiedenen Hormonen (Östrogene vs. Testosteron) und der damit verbundenen unterschiedlichen Bindegewebesstruktur in der Subkutis. Während bei Männern die Kollagenfasern netzartig angeordnet sind, weisen Frauen einen senkrecht zur Hautoberfläche verlaufenden Faserverlauf auf. Dadurch kann sich der Druck von vollen Fettspeichern leichter auf der Haut abzeichnen.
Aufgrund ihrer optischen Erscheinung mit lokalisierten Einziehungen wird Cellulite auch als sog. Orangenhaut bezeichnet. Außer diesen aesthetischen Aspekten zeigt die Cellulite keine weiteren Symptome und gilt daher auch nicht als Erkrankung im engeren Sinne.

Aufgrund der hohen psychischen Belastung sind Frauen oft bereit viel Geld für sog. "Anti-Cellulite Crems", "Anti-Cellulite Strumpfhosen" oder Massagegeräte auszugeben. Stiftung Warentest zeigte mehrfach bei ihren Untersuchungen, dass alle von diesen Produkten mit mangelhaft zu bewerten sind.

Einzig und alleine scheinen Durchblutungssteigerungen im Gewebe von Vorteil zu sein, die aber sowohl durch Sport als auch durch Wechselduschen (warm/ kalt) und Bürstenbehandlungen erreicht werden können. Ein spezifisches Training welches gezielt auf den Wiederaufbau degenerierter Kollagenfasern abziehlt und daher den Titel "Anti-Cellulite Training" verdienen würde gibt es daher nicht.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man den optischen Eindruck durch eine allgemeine Fettreduktion nicht verbessern kann. Es bedeutet nur, dass in einem angeblichen Anti-Cellulite Training genauso viel oder wenig "Anti-Cellulite" drin steckt wie im einfachen Joggen oder Radfahren auch.