Kreatin
kurzfristig verfügbare Energiespeicher, Nahrungsergänzungsmittel, Einnahmeempfehlung und Nebenwirkungen

Im Körper dient Kreatin zur sog. Rephosphorylierung von ADP zu ATP (siehe Abb.):
ADP entsteht durch Abspaltung einer Phosphatgruppe des ATPs wobei Energie frei wird. Diese Energie nutzt der Körper z.B. bei der Kontraktion der Muskulatur. Um nun aus dem energieärmeren ADP wieder das energiereiche ATP zu bilden gibt das Kreatinphosphat (KP) seine Phosphatgruppe ab (=Rephosphorylierung).

Damit ist das Kreatin maßgeblich an der Energiebereitstellung im anaerob alactaciden Bereich beteiligt. Bei gefüllten Kreatinspeichern steigt die Leistungsfähigkeit in diesem Bereich an. Hinzu kommt eine Steigerung der Maximalkraft und eine schnellere Regeneration nach Belastung. Wie neuere Studien zeigen, scheint Kreatin in Kombination mit Krafttraining einen direkt-anabolen Einfluß auf alle Muskelfasertypen zu haben (Volek et al. 1999). Aber auch die Ausdauerleistungsfähigkeit schein durch Kreatineinnahme steigerbar zu sein (Volek et al. 1999). Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass die Aufnahme von Glucose + Kreatin nach Belastung eine größere Füllung der Glycogenspeicher zuläßt, im Vergleich zur alleinigen Glucoseaufnahme (Robinson et al.,1999).
Jedoch ist zu erwähnen, dass man bei 20% der Sportler kaum Veränderungen findet (sog. Nonresponder).
Bei der Einnahme von Kreatin unterscheidet man eine Auflade- von einer Erhaltungsphase. In der ersten Phase von 5 Tagen werden 20g/d empfohlen, der eine Erhaltungsdosis von 2-5g/d folgt (Preen et al., 2003).



