Theorie

Schulterschmerzen

häufige Ursache ist die chronische Überlastung im Sport

Degenerative, traumatische und entzündliche Veränderungen sind die häufigsten sportbedingten Ursachen für Schulterschmerzen. Besonders Krafttraining, Wurfsportarten und andere Überkopfbelastungen erhöhen das Risiko für Schultererkrankungen. Die Schulter ist aufgrund ihrer anatomischen Struktur besonders anfällig. Der Grund dafür liegt in der großen Bewegungsfreiheit bei größtenteils rein muskulärer Führung. Weist z.B. die Hüfte eine große Gelenkpfanne auf, welche den Hüftkopf über weite Teile überdeckt und stützt, zeigt die Schulter dagegen eine kleine Pfanne bei vergleichsweise großem Oberarmkopf. Daraus lässt sich auch ableiten warum Schulterluxationen viel häufiger auftreten als eine Luxation des Hüftgelenkes.

Aber nicht nur die Luxation tritt hier häufig auf. Durch die Vielzahl an Muskelansätzen im Schulterbereich ergibt sich eine große Anzahl unteschiedlicher Schmerzsyndrome, je nach betroffenem Ansatz. So kann ein entzündeter Bicepsursprung ähnliche Symptome hervorrufen wie die Entzündung des M. supraspinatus, der im Bereich des oberen Schulterblattes seinen Ursprung hat.

Diagnostisch hilfreich ist es die typischen Schmerzpunkte der Schulter zu kennen, da diese z.T. einen Rückschluss auf die betroffene anatomische Struktur zulassen (siehe Abb.: 1= Reizungen des Schultereckgelenkes, 2= Schleimbeutelentzündung, 3= Sehnenansatzreizung des M. Supraspinatus, 4= Sehnenreizung des M.Biceps Brachii)

Meist handelt es sich jedoch um diffuse Schmerzen die durch Ausstrahlung in angrenzende Gewebe nicht genau eingeordnet werden können. Funktionstest der einzelnen Anteile der Rotatorenmanschette und Stabilitätsprüfungen des Schultergelenkes können in diesen Fällen zur Eingrenzung des Problems beitragen.

Sollten auch diese Untersuchungen keinen Erfolg bringen, so kann die durch einen erfahrenen Arzt durchgeführte Schultersonographie Aufschluß über die Schmerzursache geben. Dort lassen sich unter anderem Entzündungen durch Abbildung von Wasser, oder auch Muskelteilrupturen bzw. Komplettrupturen darstellen.


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